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Was ist Surfen?
Surfen hat so viele Facetten, dass es sehr schwierig ist, eine genaue Definition für das Phänomen zu finden.
Was genau ist also Surfen? (Leistungs-) Sportart, Lifestyle, Lifestyle- beziehungsweise Trend- Sportart, Extremsportart, Subkultur? (Der Begriff Lifestyle Sport entspricht in der englischsprachigen Literatur dem im deutschen Sprachraum üblichen Begriff Trend- Sportart.)
Wahrscheinlich alles, je nachdem welchen Surfer man fragt, und wo dieser Surfer wohnt! Was zur nächsten Frage führt: Wie sieht der typische Surfer aus? Das Stereotyp vom langhaarigen, gebräunten Beachboy ist längst überholt: es gibt Surfer in beinahe allen Altersgruppen und sozialen Schichten.
Um näher an eine Definition heranzuführen, stellt sich eine dritte Frage als die am meisten geeignete heraus: Was haben alle diese Menschen gemeinsam? Denn obwohl auch Merkmale wie Sprache und Kleidung von Relevanz sind, ist es doch die Tätigkeit, die die Subkultur zusammenhält.
Die I.S.A. (International Surfing Association) definiert den Begriff Surfen folgendermaßen:
“Any sport in which the primary force that moves the participant’s surfing equipment is a wave either of natural or artificial source.
An activity on the waves on any type of equipment used for surfing.
An activity in calm waters on any type of equipment used for surfing.”
Diese Definition schließt sowohl Surfen auf Surfboards, als auch auf Bodyboards, Kajaks, Luftmatratzen etc., und sogar das Paddeln auf Surfboards auf Seen und Flüssen mit ein.
Im deutschen Sprachraum haben wir mit einem weiteren definitorischen Problem zu kämpfen: unter „Surfen“ wird nämlich im Allgemeinen fälschlicherweise das „Windsurfen“ verstanden, für das eigentliche „Surfen“ findet der Begriff „Wellenreiten“ Verwendung.
Geschichte des Surfens
Die Wurzeln des Surfens sind im polynesischen Kulturkreis zu finden.
Seine Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück: die erste schriftliche Überlieferung stammt aus dem Jahr 1777.
Bei den Hawaiianern war surfen nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern ein wichtiger Teil des durch Riten und Opferzeremonien gekennzeichneten Lebens.
Surfboom
Surfen hat in der letzten Dekade einen weltweiten Boom erlebt, was etwa an der Präsenz in den Medien und der Filmindustrie, der Entwicklung der Surfindustrie, der rasant steigenden Zahl von Surfern, Surfcamps und Surfschulen, der Anerkennung der ISA (International Surfing Association) durch das Olympische Komitee, der Möglichkeit, Surfen an Universitäten zu studieren, und der Teilnahme von Surfern an den X- Games in Kalifornien, erkennbar ist.
Auch in Österreich ist dieser Boom bemerkbar: die Zahl der Österreichischen Surfcamps, deren Besucherzahlen und auch die Zahl von Individualsurfreisenden steigen von Jahr zu Jahr, Surfbekleidung ist im Sommer längst zur Gewohnheit geworden, es gibt Surfparties und Surfvideos, es werden Diplomarbeiten zum Thema Surfen geschrieben, die Flüsse bei hohem Wasserstand nach stehenden Wellen abgesucht, und sogar die Erschaffung neuer Wellen ist geplant.
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